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Kompakt-Theologie: Das Eigentliche des christlichen Glaubens

(zeta) - Die Bibel ist durch zunächst mündliche und dann schriftliche Überlieferung in mehr als 1500 Jahren und unter Mitwirkung von mehr als vierzig Autoren entstanden. Trotzdem vermittelt sie mit inhaltlicher Stringenz und Eindeutigkeit widerspruchslos die gigantische Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen, die Geschichte der Trennung von Gott und Mensch im Paradies und das Versöhnungsangebot Gottes an die Menschen durch Jesus Christus. In der Bibel findet sich Gottes Weltgeschichte. Das Buch der Bücher transportiert das von Gott inspirierte Wort sowie seine Autorität für Glauben und Werte.

Was aber ist das Eigentliche des christlichen Glaubens in der Bibel? Was in diesem Sinne kein Pfarrer hinkriegt, ist die Kompakt-Theologie hier und jetzt in der Kompaktzeitung. Der Inhalt der ein paar hundert Seiten umfassenden Bibel in wenigen Worten gesagt: die Größen von drei kompakten Zusammenfassungen lauten kurz (S), überaus kurz (XS) und sehr kurz (XXS). Ein Nachwort rundet die Überlegungen ab. (18/10/20, geändert und ergänzt 23/10)

XXS: Der Inhalt der Bibel, sehr kurz

Nachdem Gott den Menschen den Laufpass gegeben hatte, weil sie im Paradies gegen seinen Willen verstoßen und sich die Kenntnis und Praxis von Böse und Gut angeeignet hatten, sandte er seinen Sohn Jesus Christus, der mit dem Leben, das er den Menschen am Kreuz gab, die Versöhnung von Gott und Mensch sowie die Überwindung des Todes des Menschen für immer und ewig ermöglicht. (zeta)

XS: In einem Atemzug: der christliche Glaube laut Bibel

Adam und Eva (= die Menschheit) wollten sein wie Gott und aßen gegen dessen Willen vom Baum der Erkenntnis, was auch böses Tun ermöglichte, geradezu erforderte, um tat-sächlich zu erkennen und zu wissen, wovon man spricht: dieser biblische „Sündenfall“ im Paradies führte zur Trennung Gottes von den Menschen, er gab ihnen den Laufpass, was für sie in der Zeitlichkeit des Diesseits auf der Erde ein selbst verantwortetes Leben mit Schmerzen, Krankheit, Mühsal und Tod bedeutete, wonach Gott seinen Sohn Jesus Christus sandte, der sein Leben am Kreuz für die Menschen gab und den Preis der tödlichen Sündhaftigkeit der Menschen auf seine Rechnung nahm, was nach besagter Trennung von Gott und Menschheit das Ende des menschlichen Todesschicksals und die Versöhnung Gottes mit den Menschen für immer und ewig ermöglicht. (zeta)

S: Der christliche Glaube an den fünf Fingern einer Hand

1.) Der aus anderen Dimensionen kommende Gott schuf Universum, Erde und den Menschen, um ein Gegenüber zu haben.

2.) Im Paradies verbot Gott den Menschen die Frucht der Erkenntnis. Die Erkenntnis betrifft das Gute und das Böse, das Böse und das Gute. Früchte der Erkenntnis sind zunächst das Denken und dann das Handeln, weil es keine Erkenntnis ohne Praxis gibt.

3.) Nachdem die Menschen sein wollten wie Gott und von der Frucht der Erkenntnis gegessen hatten, bedeutete Gott ihnen, dass sie sich nicht an die Spielregeln gehalten hatten. Er gab ihnen deshalb den Laufpass. Das war notwendig, denn das Böse lässt sich nur außerhalb von Gott und seiner Sphäre erkennen. Und dort auch nur praktisch, denn ohne Praxis bliebe die Erkenntnis unvollkommen, bloße theoretische Betrachtung.

Der Laufpass führte wenigstens in eine Schöpfung hinein, die sich entwickelte und immer noch entwickelt, also unfertig ist. Allein auf solcher Grundlage kann es Hoffnung geben.

Der Mensch erhielt der Bibel zufolge den Auftrag, sich die Erde untertan zu machen. Dass sich Universum und Erde entwickeln, nennt man Evolution. Die Trennung von Gott und Mensch nennt man Sünde. Da sie sich von Generation zu Generation fortsetzt, erhielt sie die Zusatzbezeichnung Erbsünde.

In diesem unfertigen und auch kontaminierten Zustand - schließlich geht es um die Erkenntnis von "Gut und Böse" und nicht "Gut oder Böse" - müssen die Menschen für ihr Dasein unter Mühsal und Schmerzen arbeiten. Zum unfertigen Dasein der Menschen gehören auch Krankheit und - wegen ungenügender Hoffnung auf Vollkommenheit des Daseins - Tod: Gott wusste, dass der menschliche Murks kein Ende haben wird. Deshalb entschied er glücklicherweise: "Alles hat seine Zeit."

4.) An die Stelle des Todes setzte Gott Leben, Jesu Leben. Um sich mit den Menschen wieder versöhnen zu können, sandte er seinen Sohn, damit dieser als Mensch und Gott sein Leben dorthin gibt, wo Lebensvakuum, Tod, Sünde und Erbsünde herrschen.

Jesus Christus gab und gibt sein Leben ohne Widerstand und ohne jegliches eigenes Verschulden. Damit gab er sein Leben den Menschen allein zur Überwindung der Tod bringenden Trennung von Gott und Mensch. Er starb nicht für sich. Er starb ohne irgendwelche Nebenzwecke und Alternativziele. Er ist einzig und allein göttlicher Heiland der Menschheit, unser Retter. Er starb in einer Weise, dass er am Ende innerhalb des Heilsplans Gottes für die Menschen am Kreuz sagen konnte: „Es ist vollbracht.“

Gottes vollkommene Liebe gegen des Menschen tödliche Niedertracht: es ist vielsagend, dass Gott mit seiner gigantischen Liebesbotschaft an die Adresse der diesseitigen Menschen von eben diesen Menschen gekreuzigt worden ist.

Jesus Christus gab sein Leben für jene Menschen, die sich mit ihm und dem Vater versöhnen wollen. Bezeichnenderweise kam der von Gott gesandte Sohn durch Folgen der menschlichen Erkenntnis ums Leben, gut und böse handeln zu können. Gut. Und böse.

5.) Jesus Christus kann Menschen mit seinem am Kreuz gegebenen Leben erlösen. Er kann mit dem Leben, das er am Kreuz gab, das menschliche Todesvakuum wieder füllen. Es verhält sich wie mit einem Lösegeld, das als ein Preis gezahlt wird. Jesus Christus ist der Erlöser. Und Befreier.

Der Mensch hat in der Geschichte und Perspektive der Menschheit wenig mehr als Murks zu Stande gebracht. Gott hingegen bietet jedem einzelnen Menschen seine Vollkommenheit und die Vervollkommnung des Menschen im Jenseits an. Gott will sich versöhnen und ist dabei sogar ein eifernder Gott.

Erlösung ist jedoch kein Automatismus: Jesus Christus bezahlte und bezahlt das Lösegeld aus Gnade. Mit seinem Leben. Am Kreuz. Er bezahlt für jede einzelne Person, die die Freundschaft mit ihm als dem Erlöser und Befreier sucht und eingeht, die dem Erlöser und Befreier vertraut, ihre Sünden bekennt und um Vergebung bittet. Vergebung ist für diesen Fall zugesagt. Der Gott der Bibel ist ein gnädiger Gott. Gnade bedeutet Geschenk ohne eine Gegenleistung. Gott verlangt jedoch eine klare Entscheidung für ihn, den kompromisslos Guten. (zeta)

Nachwort

(zeta) - Der christliche Gott ist ein dreifaltiger Gott. So wie ein Vorhang aus drei Falten bestehen kann, verhält es sich auch bei Gott. Der eine dreifaltige Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist, so die Offenbarung von Bibel und christlicher Theologie. Die Theologen verwenden den Ausdruck Trinität für Dreifaltigkeit.

Das bedeutet, dass Gott ein Beziehungsgeflecht darstellt und keinen Monoblock. Physiker und Biologen bestätigen: mono hieße nämlich tot. Das Dreier-Beziehungsgeflecht hingegen bedeutet Leben, bedeutet Fluss in sich und Differenz, die in verschiedenen Dimensionen und in absoluter Liebe besteht und damit wieder aufgehoben wird.

Die Bibel vermittelt, dass wir einen Vater im Himmel haben, den wir auch Vater nennen dürfen, mit aller Liebe und Zärtlichkeit. Jesus ist der Sohn, der unser Freund ist, wenn wir tun, was er uns gebietet. Er ist Gott, Heiland, Befreier und Erlöser. Er ist der Bibel zufolge Messias eines jenseitigen Reiches, er ist König aller Könige und Herr aller Herren.

Laut Bibel ist Jesus Christus auch Richter jedes einzelnen Menschen, wenn er oder sie nach dem diesseitigen Leben im Jenseits ankommt. Gut wenn man dann sagen kann: Ich habe dich in meinem Leben als meinen Heiland angenommen und um die Vergebung meiner Sünden gebeten.

Ist es nicht wunderbar, solch ein Geschenk der Vergebung und ewiges Leben zu erhalten? Für diese Gnade braucht man nichts zu tun, außer sich für diesen Dreifaltigen Gott zu entscheiden, ihn um Vergebung zu bitten und umzukehren.

Vervollkommnet wird die Trinität durch den Heiligen Geist, den Gründer von Gemeinschaft, den Erneuerer von Körper und Geist. Der heilige Geist ist auch jener Geist, der zur Wahrheit führt. Man kann direkt zum Heiligen Geist beten und wird fulminante Antworten erhalten.

Noch ein Wort zur Bibel und ihrer Auslegung. Die von Gott inspirierte Bibel birgt die Autorität Gottes, ist jedoch nicht durchweg wortwörtlich zu nehmen. So einfach macht Gott es den Menschen nämlich nicht.

Es ist bereits eine Erkenntnis der christlichen Theologie des 18. Jahrhunderts, dass Gott verlangt, dass der Mensch seine Vernunft gebraucht. Vernunft ist ein Geschenk Gottes. Hierzu bedarf es aber auch der kritischen Selbstüberprüfung: Entspricht die eigene manchmal kleinkarierte Vernunft Gottes allumfassender Vernunft?

Mit solchen Denkmustern lässt sich auch die Geschichte der Vertreibung aus dem Paradies besser verstehen. Wurde die Menschheit tatsächlich vertrieben, aus dem Garten Eden rausgeschmissen? Oder bedeutet der menschliche Wunsch, wie Gott sein zu wollen und die Erkenntnis von Gut und Böse zu bekommen, nicht eher: wenn ich Gut und Böse unterscheiden können will, muss ich zwangsläufig aus der heiligen, ganz Gott gehörenden Sphäre ausscheiden, muss ich aus Paradies und Himmel raus und draußen checken und handeln. Dabei bleibt Gottes Anspruch bestehen, dass wir uns nach seinem Willen richten.

Ob es ein Rausschmiss oder ein Verweis durch Gott war, damals im Paradies, oder zwangsläufige Folge des menschlichen Eigenwillens, bleibt dahingestellt. Überlassen wir das der Sicht der biblischen Journalisten ihrer Zeit, bedenken wir ihre Wortwahl sowie Lebensumstände und stellen wir Überlegungen an, indem wir die Bibel auslegen. Auf jeden Fall bedeutet das Herausgehen des Menschen aus der ganz Gott gehörenden paradiesischen Sphäre die Trennung von Mensch und Gott.

Zu guter letzt - zur Erfahrung des Glaubenslebens einer kritischen Person der Zeitgeschichte gehört: nach zahlreichen Tests im Alltag, ob Aussagen der Bibel stimmen und von Wert fürs Leben sind, hat dieser kritische Geist nach all den Tests und Untersuchungen keinen einzigen Sachverhalt gefunden, in dem die Bibel nicht recht hat. Was in der Bibel steht, gereicht zum Guten. (23/10/2020, ergänzt 2/11/2020)


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