K O M P A K T Z E I T U N G

 Die Woche im Überblick: Deutschland und Weltgeschehen -  Seit 2003

>>> Archiv: Artikel-Auslese der Kompaktzeitung seit 2003


Kompaktzeitung - Ausgabe 757 - 26. Kalenderwoche - 27. Juni 2018             

Deutsche Fußballer cybergeschädigt?

Frankfurt am Main (zeta) - Sind Spieler der deutschen Fußball-Nationalelf cyberkrank?

Fußballnationaltrainer Joachim Löw hat in einer bei „Ran“ veröffentlichten SID-Meldung geäußert, jüngere Spieler seines Kaders tickten völlig anders als frühere Spieler wie Lahm oder Klose.

Manchmal habe man richtig Schwierigkeiten, mit den jüngeren auf gemeinsame Themen zu kommen, so der Mann vom WM-Spielfeldrand. Alles laufe nur noch übers Handy. Sie reagierten fast nur noch visuell und auf optische Reize. Vielleicht sollte man mit ihnen über Instagram, eine soziale Plattform mit Schwerpunkt Bilder, kommunizieren, übertrieb Löw. Der Ran-Bericht wurde am 11. Juni 2018 im Internet veröffentlicht. (27/6/2018)

(Ausführlich auf unserer Seite "Medienkritik" 27/6/18)


Kompaktzeitung - Ausgabe 594 - 17. Kalenderwoche - 26. April 2015            

Frankreich wichtigster Handelspartner Deutschlands

Wiesbaden (sh) - Frankreich ist seit 54 Jahren Deutschlands wichtigster Handelspartner, geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts hervor. 2014 wurden nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 169,4 Milliarden Euro zwischen Deutschland und Frankreich gehandelt (Exporte und Importe).

Auf den Rängen zwei und drei folgten die Niederlande mit einem Warenaustausch von 161,3 Milliarden Euro und die Volksrepublik China mit einem Außenhandelsumsatz von 154 Milliarden Euro. 

Frankreich war 2014 wichtigstes Abnehmerland deutscher Waren, schreibt das Bundesamt. Güter im Wert von 101,9 Milliarden Euro wurden von Deutschland nach Frankreich exportiert. Auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten deutschen Exportländer lagen die Vereinigten Staaten (96,1 Milliarden Euro) und das Vereinigte Königreich (84,1 Milliarden Euro). 

Nach Deutschland importiert wurden 2014 die meisten Waren aus den Niederlanden (88,1 Milliarden Euro). Auf den Plätzen zwei und drei der wichtigsten deutschen Lieferländer lagen die Volksrepublik China (79,5 Milliarden Euro) und Frankreich (67,5 Milliarden Euro). 

Der deutsche Warenaustausch mit der Russischen Föderation ging 2014 im Export um 18,1 Prozent und beim Import um 6,9 Prozent zurück. Damit erreichte Russland in der Rangfolge der wichtigsten deutschen Handelspartner bei den Exporten Rang 13 und bei den Importen Rang 10.

Brasilien belegt 2014 Platz 23 bei Importen und Exporten. Während die Ausfuhren dorthin etwa 10,4 Milliarden Euro ausmachten, waren es bei der Einfuhr rund 8,9 Milliarden, so das Statistische Bundesamt. (26/4/2015)


Kompaktzeitung - Ausgabe 580 - 3. Kalenderwoche - 16. Januar 2015           

Merkel: Islam gehört zu Deutschland

Berlin (DK/sh) - Bei einer Veranstaltung des Zentralrats der Muslime in Deutschland am 13. Januar in Berlin äußerte Bundespräsident Joachim Gauck mit Blick auf die islamischen Attentäter von Paris: "Die Attentate haben gezeigt, wie verwundbar die offene Gesellschaft ist ... Die Terroristen wollten uns spalten. Erreicht haben sie das Gegenteil. Sie haben uns zusammengeführt", wurde Gauck in der FAZ zitiert.

Am Vortag hatte Kanzlerin Merkel den früheren Bundespräsidenten Wulff in dessen Aussage bestätigt, der Islam gehöre zu Deutschland. (14/1/2015)

Schweizer Franken: Freigabe des Wechselkurses

Zürich (sh) - Die Schweiz hat am 15. Januar überraschend den Kurs des Franken CHF freigegeben.

Im Tagesverlauf wurde 1 Euro vom 1,20-CHF-Wert des 14. Januar auf 1,04 abgewertet (Angabe: Bank of Canada).

Zu den Zeiten einer Mindestanbindung an den Euro hatte der Euro-Wechselkurs Schwankungen von 1,20 bis 1,26 CHF. Am 15. Januar sank er auf 1,04 CHF.

Wer  zum Urlaub in die Schweiz reist, muss jetzt tiefer ins Portemonnaie greifen. Andererseits kaufen die Schweizer nun im Schweizer Ausland günstiger ein.

Seit 2011 hatte seitens der Schweizerischen Nationalbank ein Mindestkurs von 1,20 CHF gegenüber dem Euro gegolten. Vom günstigeren Devisenkurs profitierte insbesondere die Schweizer Exportwirtschaft. Schweizer Produkte hatten im Ausland bei einem günstigeren Kurs des Franken billigere Preise.

Die Schweiz macht sich durch die Freigabe nun auch vom US-Dollar-Kurs unabhängig. Der Euro war gegenüber dem US$ in jüngster Zeit abgewertet worden. Dadurch sank auch der CHF-Wert gegenüber dem Dollar.

Massive Nachteile haben nun alle, deren Kredite im Schweizer Ausland in CHF geführt werden. Das ist in Milliardendimension beispielsweise in Österreich und Polen der Fall.

In der Schweizer Wirtschaft stieß die Freigabe des CHF weitgehend auf Unverständnis. Wegen der schwierigeren Exportbedingungen fielen Schweizer Aktienkurse am 15. Januar in der Größenordnung 5 bis 15 Prozent.

Schweizer Unternehmen, die im Ausland produzieren, haben weniger bis keine Nachteile. (16/1/2015)


Kompaktzeitung - Ausgabe 574 - 49. Kalenderwoche - 6. Dezember 2014     

Linke-Politiker Landesvater

BERLIN (sh) - Etwa 25 Jahre nach dem Mauerfall ist in Deutschland erstmals ein Linke-Politiker als  Ministerpräsident gewählt worden. Bodo Ramelow steht seit 5. Dezember an der Spitze Thüringens, wo eine rot-rot-grüne Koalition eine knappe Mehrheit im Landtag hat.

Ramelow wurde 1956 im niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck geboren. Bevor er in die Politik ging, arbeitete er als Kaufmann und Gewerkschaftsfunktionär. (6/12/2014)


Kompaktzeitung - Ausgabe 570 - 45. Kalenderwoche - 6. November 2014    

25 Jahre nach dem Mauerfall

BERLIN (sh) - 25 Jahre nach dem Mauerfall: Der zu DDR-Zeiten ausgebürgerte Liedermacher Wolf Biermann hat in einer Gedenkstunde des Bundestags die Linkspartei als "elenden Rest dessen, was zum Glück überwunden ist" bezeichnet.

Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linken, kritisierte, es habe nach dem Fall der Mauer keine Vereinigung, sondern einen Beitritt gegeben. In der DDR hätten Diktatur und Unrecht geherrscht. (6/11/2014)


 Kompaktzeitung - Ausgabe 18 - 1. Kalenderwoche - 3. Januar 2004               

Erziehung

Viele Eltern lassen ihre Kinder mit den Informationen aus den Massenmedien allein

Von Tatiana  d e  J e s u s  Z i e l k e

Viele Eltern und Lehrer im hiesigen europäischen Kulturkreis haben ihre Not mit der Erziehung der Kinder. Es fehlt bei den Kindern an Respekt und Einsicht.

Eine Frage ist, ob dieses Fehlen an Respekt und Einsicht bereits auf das Fehlen von Erziehung zurückgeht. Dazu sei festgestellt, dass gleiche Schwierigkeiten auch in anderen Kulturkreisen bestehen, etwa in Brasilien, wo viel mehr Armut existiert, im Gegensatz zur übersättigten europäischen und nordamerikanischen Zivilisation.

Auch in ärmeren und armen Familien gibt es in Brasilien viele Kinder, die faul sind und nicht die Worte ihrer Eltern akzeptieren. Diese Kinder verhalten sich wie zahlreiche Kinder in der Mittel- und Oberschicht. Die familiären Strukturen dort sind mit denen in der industrialisierten Welt vergleichbar. Es ist zu beobachten, dass Eltern die Mühe scheuen, ihren Kindern Grenzen zu setzen, was die Häfte von Erziehung ausmacht.

Oft versuchen Eltern sogar auf eine Weise Freunde ihrer Kinder zu sein, dass sie jenseits von jeglichem Realitätsbewusstsein das Verhalten und die Worte ihrer Kinder hinnehmen, so dass in Wirklichkeit die Kinder dominieren. Damit bekommt die Erfahrung der Eltern überhaupt keinen Orientierungswert mehr für die Kinder.

Es ist aber nicht so, dass kein Einfluss auf die Kinder besteht. Die Massenmedien, hauptsächlich das Fernsehen, agieren mit großem Erfolg. Seltsamerweise gibt es in Brasilien in fast jeder noch so armen Hütte der Großstädte Fernsehgeräte. Da kriegen die Kinder mit, dass und wie Gewalt funktioniert. Auch erfahren schon Kinder, wie Sexualität funktioniert.
Was die Konsequenzen betrifft, bleiben die Kinder mit der Information aber häufig allein.

Dass Sexualität funktioniert, erfahren sie dann häufig am eigenen Leibe, wenn die Mädchen schwanger werden. In den armen Familien müssen dann noch mehr Esser mitversorgt werden, in den Familien der Mittel- und Oberschicht auch, sofern die Kinder nicht abgetrieben worden sind. So vermeidet man zukünftige Belastungen.

Kinder bleiben nicht nur mit den Informationen über die Sexualität allein. Es gibt viel mehr Themen. Deshalb dürfen Massenmedien nicht in der Weise genutzt werden, dass sie den Kindern Zeitvertreib und Babysitter sind. Die Eltern müssen den Kindern sagen, was richtig und falsch ist. Und sie müssen darauf achten, dass dem Alter der Kinder entsprechend nur die richtigen Sendungen eingeschaltet werden. Das alles erfordert Mühe, Erziehung, Nein sagen.

Ansonsten macht Erziehung aus, konstruktiv Werte zu setzen und zu erklären, wie die Werte zur Gestaltung einer menschlicheren Welt beitragen (3/1/2004)


Kompaktzeitung - Ausgabe 2 - 37. Kalenderwoche - 13. September 2003    

Der Rechtsstaat und seine Begründung

Jeder Mensch hat prinzipiell das Recht auf Freiheit

Von Norbert Z i e l k e

Jeder Mensch hat prinzipiell das Recht auf Freiheit und gleiche Behandlung. Beides ist Grundlage für Frieden und Entwicklung. Alle Frauen und Männer sollen sich individuell und entsprechend ihrer Fähigkeiten entfalten können.

Die Freiheit hat ihre Grenzen dort, wo die Freiheit anderer Individuen oder gesellschaftlicher Gruppen unverhältnismäßig stark beschnitten wird. Im Recht ist das Maß der Freiheit definiert, im Gesetz konkretisiert.

Das Recht als Gegenteil von Willkür formuliert den Anspruch auf Freiheit und gibt ihm Verbindlichkeit. Es ermöglicht das Zusammenleben der Menschen in deren Ansprüchen und Pflichten. Somit dient das Recht den Menschen.

Der Schutz des einzelnen Menschen und seiner Würde muss gegenüber seinesgleichen wie gegenüber der Staatsgewalt gelten. Die Freiheitsrechte verpflichten die staatlichen Gemeinschaften, in ihren Verfassungen die Grundrechte zu verankern und die Grundrechte verlässlich zu gewähren. Der Staat kann Widersacher der Freiheit sein oder ihr Garant - die Grundrechte sollen deshalb in einem Rechtsstaat gesicherte Normalität sein und das gesamte gesellschaftliche Leben durchwirken.

Was ist mit Grundrechten gemeint? Im Wesentlichen sind die Grundrechte in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 festgehalten, die auf die Grundsätze von Gleichheit, Freiheit und Geschwisterlichkeit zurückgehen.

Es handelt sich um das Recht auf Leben, Freiheit, Selbstbestimmung, Unversehrtheit und Schutz der menschlichen Würde, die allen Menschen gleich ist.

Unmenschliche Behandlung muss verboten sein.

Zudem umfassen die Grundrechte den Anspruch auf demokratische Partizipation, Wahlrecht, Meinungs- und Informationsfreiheit, Religionsfreiheit, Recht auf Privatsphäre, Freizügigkeit, Rechtssicherheit, Staatsangehörigkeit, Asyl, Arbeit, soziale Sicherheit, Bildung, Teilnahme am kulturellen Leben.

Wer die Grundrechte in ihrer Legitimität und Notwendigkeit in Frage stellt, verkennt, dass die Sehnsucht der ganz großen Mehrheit der Menschen dieser Erde auf die Verwirklichung der Grundrechte gerichtet ist: weil die Grundrechte der Freiheit und dem Grundsatz der Gleichbehandlung dienen.

Zur staatlichen Ordnung in einem Rechtsstaat gehört die Gewaltenteilung. Der Rechtsstaat zeichnet sich durch ein Rechtssystem aus, das als Rechtswegsystem funktioniert.

Das Rechtswegsystem muss folgende Grundsätze realisieren: alle Menschen haben vor dem Gesetz gleich zu sein und entsprechend behandelt zu werden. Gilt dieses Prinzip nicht, wäre die Diskriminierung jener Menschen oder Gruppen die Folge, die anderen gegenüber benachteiligt (eingestuft) sind.

Menschenrechte sollen vor Diskriminierung schützen.

Jeder Mensch hat Anspruch auf die Anerkennung als Rechtsperson und auf wirksamen Rechtsschutz vor Gerichten. Dazu gehört beispielsweise, dass eine festgenommene Person sofort nach der Verhaftung Kontakt zu einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt aufnehmen kann.

Niemand darf im Sinne der Habeaskorpusakte 1679 ohne richterlichen Haftbefehl verhaftet oder in Haft gehalten werden. Es gibt den Anspruch auf einen gesetzlichen Richter.

Jeder Mensch hat das Recht auf ein angemessenes öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht, das über strafrechtliche Beschuldigung, Rechte und Verpflichtungen zu entscheiden hat. Für jeden Angeklagten muss ein Dossier angelegt werden.

Jede/r Angeklagte ist so lange als unschuldig anzusehen, bis die Schuld in einem öffentlichen Verfahren, das alle nötigen Voraussetzungen der Verteidigung berücksichtigte, erwiesen ist (quivis censetur innocens). Niemand darf verurteilt werden, wenn für eine Strafbarkeit zum Zeitpunkt der Tat noch kein nationales oder internationales Recht bestand - keine Bestrafung ohne Gesetz (nulla poena sine lege).

Jeder Staat hat im Interesse des Schutzes der Menschen Straftaten zu verfolgen. Dafür muss er Instrumente der Justiz installieren, wie sie internationalen Standards entsprechen.

Wird jemand durch öffentliche Gewalt in seinen Rechten verletzt, steht ihm der Rechtsweg offen. Zu den Anforderungen eines Rechtsstaates gehört, dass er die Grundrechte durchsetzt. Das heißt, dass die ausführende Gewalt im Staat (Exekutive) - Regierung und Verwaltung - Schranken der Machtausübung gesetzt bekommt.

Wesentliche Aufgaben werden der Exekutive von der Gesetzgebung (Legislative), demokratisch gewählten Parlamenten, erteilt. Eingriffe gegen die Staatsbürger dürfen nur aufgrund von Gesetzen zulässig sein. Darin manifestiert sich der rechtsstaatliche Grundsatz der "Gesetzmäßigkeit der Verwaltung".

Zur Kontrolle von Exekutive und Legislative dient die Gerichtsbarkeit, die Justiz. Dies macht nur Sinn, wenn die Gerichte unabhängig sind. Auch die Legislative braucht eine Kontrolle, etwa durch ein Verfassungsgericht, weil es in der Demokratie, die auf dem Prinzip der Herrschaft der Mehrheit beruht, zu einer Tyrannei durch die Machthaber in einem Parlament oder entsprechenden Gremium kommen könnte.

Als Orientierung bei der Kontrollfunktion dienen einem Verfassungsgericht die in der Verfassung festgelegten Grundrechte, die auch Minderheitenrechte enthalten. Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung gebunden, die vollziehende Gewalt sowie Rechtsprechung an Gesetz und Recht. Der Wesensgehalt der Grundrechte darf nicht angetastet werden - auch in der Verfassung eines Rechtsstaates. Der Wesensgehalt muss unabänderlich bleiben.

Ein Staat kann neben der horizontalen Gewaltenteilung (Legislative, Exekutive, Judikative) eine vertikale Gewaltenteilung in seiner Verfassung installieren: durch ein föderatives Bundesstaatensystem. Bundesstaatlichkeit soll wie das Rechtsstaatsprinzip eine Machtkonzentration verhindern, dient also der Mäßigung der Staatsgewalt und damit der Freiheit des Individuums.

Eine bundesstaatliche Ordnung trägt zum Ausgleich zwischen zentripetalen und zentrifugalen Tendenzen bei. Sie hilft, dass integrative und desintegrative Kräfte zu einem Staatsverband finden. In Bundesstaaten herrscht eine gewisse, nicht unbedeutende Autonomie, die den Belangen und Besonderheiten einer Region gerecht werden soll. Zudem birgt ein föderatives System weitere Chancen demokratischer Willensbildung.

 


Der Text entstand um das Jahr 2000 in Frankfurt am Main und wurde dankenswerterweise von dem Völkerrechtler Michael Bothe Revision gelesen. Der Autor widmete den Text Ruanda, wo Bevölkerungsgruppen 1994 in einem Völkermorden nach Listen abgeschlachtet worden waren. Von daher handelte es sich in Ruanda erstmals nach Nazi-Deutschland wieder um Holocaust-Verbrechen auf dieser Erde. Vor und nach 1994 gab es in Ruanda ähnliche Massaker. Was fehlte, war Rechtsstaatlichkeit. Der Text wurde in Ruanda im Namen von Amnesty International auf Englisch, Französisch und Deutsch publik gemacht. (13/9/2003)


Kompaktzeitung - Ausgabe 1 - Kalenderwoche 36 - 6. September 2003         

Demonstration gegen Atomwaffen

in Büchel/Südeifel

Dürfen Deutsche Bomben ans Ziel fliegen?

Büchel (ew) Gegen die im US-Atomwaffenlager Büchel/Südeifel gelagerten US-Atombomben demonstrierte am Sonntag (31.) der "Initiativkreis gegen Atomwaffen". Begründung: Den im Jahr 2000 bei einer Konferenz der Vereinten Nationen in New York vereinbarten 13 Schritten zur atomaren Abrüstung seien keine Taten gefolgt.

Zudem wurde kritisiert, dass in Büchel stationierte deutsche Streitkräfte dazu befähigt sind, die Atombomben zum Zerstörungsort zu bringen. Auf die Weise sei Völkerrecht gebrochen, denn Deutschland sei im Jahr 1968 dem Nichtverbreitungsabkommen beigetreten.
(6.9.2003)


Leitartikel
Geiz ist nicht geil

In welchen Zeiten leben wir? Man könnte auch sagen: In welchen Zeiten leben wir! "Geiz ist geil" bekommen die Menschen auf vielerlei Weise eingehämmert. Und die Konsequenzen? Der geile Geiz führt zu Pleiten, Pech und Pannen. Für jene, die dabei noch im Boot bleiben, gilt täuschender Trost. "Mich selber trifft's ja nicht." Jenen, die über Bord gehen, wird bewusst: Verdammter Geiz - wohin geraten die Menschen?

Wir wollen mit dieser Zeitung gegenhalten - in Ordnung, Roman Herzog: Es muss ein Ruck durchs Land gehen. Einer unserer Beiträge: In unübersichtlichen Zeiten den Leserinnen und Lesern auf kompakte Art Information und Orientierung geben. Dazu gehören auch Informationen, die der Volkswirtschaft dienen und sich beim Einzelnen positiv auf den Geldbeutel auswirken.

Dieses wissen wir: Grundsätze der Haushaltung und Wirtschaftlichkeit machen grundsätzlich Sinn. Wenn Prinzipien aber nur noch lauten: Erst mal ich und dann sehr lange niemand, dann läuft das darauf hinaus, dass am Schluss nur noch ein Kapitän am Steuer steht und der Rest der Schiffsbesatzung sich nach einer Arche Noah umschauen muss.

Norbert Z i e l k e , 6. September 2003


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