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Verfolgte Pakistanerin Asia Bibi:

Zuflucht in Kanada

Kommentar

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FRANKFURT AM MAIN (sh) - Die im muslimischen Pakistan verfolgte Christin Asia Bibi ist nach Information des Nachrichtenmagazins idea-Spektrum im Mai nach Kanada geflüchtet. Auch Deutschland hatte ihr Asyl angeboten. 

Die Katholikin Asia Bibi war 2010 wegen Blasphemie (Gotteslästerung) zum Tode verurteilt worden. Im Oktober 2018 hob der Oberste Gerichtshof dieses Urteil auf. Nach Morddrohungen musste Asia weiter an einem sicheren Ort in Pakistan bleiben, da Revision gegen die Freilassung eingelegt worden war.


Die grünpopulistische Süddeutsche Zeitung meldete nach dem Freispruch, dem monatelang keine wirkliche Freilassung folgte, Asia Bibi habe in Italien um Asyl gebeten.

Der Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur idea, der skandalöse Deal im November 2018 mache Pakistans Rechtssystem zur Beute des islamistischen Mobs. Auf Druck der muslimischen Partei TLP war der Revisionsantrag gegen den Freispruch zugelassen worden - der oberste Gerichtshof sollte über das Ausreiseverbot für Bibi verhandeln.

Der Mut der drei muslimischen Richter, die Bibi freigesprochen haben, hat den Missionsleiter der Hilfsaktion Märtyrerkirche, Manfred Müller, laut idea überrascht. Sie müssten wegen ihrer Gradlinigkeit nun fürchten, bei Racheakten ermordet zu werden.

Im Mai 2019 informierte idea: die pakistanische Menschenrechtsanwältin Annega Maria Anthony habe geäußert, dass der Hass auf Christen bei Muslimen in Pakistan seit Jahren zunehme.

Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (Frankfurt am Main) sitzen in Pakistan weiter mehr als 1000 Menschen unter Androhung der Todesstrafe wegen angeblicher Gotteslästerung in Gefängnissen ein. Davon rund 200 Christen.   

Der Deutsche Bonifatiusorden hatte sich Anfang 2018 in einem persönlichen Schreiben an den Vorsitzenden Richter des Scharia-Gerichts, Sheikh Najam ul Hasan, für Asia Bibis Freiheit eingesetzt. (11/11/2018, geändert 19/1/19)


HINTERGRUND

Asyl-Antrag nur in Deutschland selbst

BERLIN (sh) - Es war erfreulich, dass das Auswärtige Amt im Laufe des Jahres 2018 entschieden hat, Asia Bibi im Falle einer Flucht nach Deutschland aufzunehmen. Anfang 2018 klang das noch zurückhaltender.

In einem Schreiben an den Deutschen Bonifatiusorden hieß es aus dem Auswärtigen Amt: "Vielen Dank für Ihre an Bundesminister Gabriel gerichtete Anfrage vom 3. Januar 2018, mit welcher Sie um Asylgewährung für Asia Bibi in Deutschland bitten.

Nach den Regelungen des deutschen Asylgesetzes kann Asyl nur von Personen beantragt werden, die sich bereits in Deutschland aufhalten, da im deutschen Grundgesetz das Prinzip des sogenannten 'territorialen Asyls' festgelegt ist," so das Außenministerium. 13/11/18, geändert 25/5/2019


 

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