K O M P A K T Z E I T U N G

Für Kultur, Kapital, Konsum und Kritik

Warnung vor Merkels Klimapolitik

Linkenheim-Hochstetten (sh) - Der Chemiker Hans Penner kritisiert die Klimapolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die katastrophale Energiewende beruhe auf einem Irrtum der Bundeskanzlerin.


Im Dritten Bericht der Enquete-Kommission des Bundestages (Drucksache
11/8030) sei auf Seite 131 richtig festgestellt: "Auffallend in Abbildung 19
ist auch die fast vollständige Absorption durch Kohlendioxid bei 15 µm.
Demnach führt eine Erhöhung der CO2-Konzentration nur zu einer vergleichsweise geringen Veränderung des Treibhauseffekts durch zusätzliche Absorption der 15 µm-Bande."

Hans Penner: Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre von 0,04 Prozent reiche längst aus, um praktisch die gesamte 15µm-Erdoberflächen-Abstrahlung in Wärme umzuwandeln. Noch mehr Kohlendioxid in der Luft bewirke deshalb fast keine weitere Erhöhung der Globaltemperatur. Es sei unbedeutend, dass die Flanken der 15µm-Bande geringfügig ungesättigt seien.

Resümee des Naturwissenschaftlers: "Es ist deshalb ein atmosphärenphysikalisches Faktum, dass Maßnahmen zur Verminderung der Kohlendioxid-Emission nicht erforderlich sind."

Beispielsweise laute die von mehr als dreihundert Wissenschaftlern unterzeichnete LindzenPetition aus dem Jahr 2017: "Wir drängen die Regierung der Vereinigten Staaten und Andere, sich aus dem United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) zurückzuziehen. Wir stehen hinter einem vernünftigen und kosteneffektiven Umweltschutz. Aber Kohlendioxid, das Zielobjekt des UNFCCC, ist kein Verschmutzer, sondern hat enorme Vorteile für die Landwirtschaft und andere Lebensformen auf der Erde. Das UNFCCC wurde vor 25 Jahren ins Leben gerufen, und alle Beobachtungen seitdem zeigen, dass die Erwärmung infolge eines gestiegenen atmosphärischen CO2-Gehaltes gutartig ist und weitaus geringer als die Modellprojektionen zeigen."

Die Energiewende ist aus Penners Sicht sinnlos, weil Kohlendioxid nicht klimaschädlich sei. Sie ruiniere jedoch die Stromversorgung. Unnötigerweise sei der Strompreis verdoppelt worden.

Etwa das Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnt laut Penner vor gefährlichen Stromausfällen, deren Wahrscheinlichkeit immer mehr zunehme. Die Kosten der Energiewende würden einige Billionen Euro betragen, die von den Bürgern aufzubringen seien.

"Vor der Klimapolitik der Bundeskanzlerin muss dringend gewarnt werden,
weil sie Deutschland als Industrienation gefährdet", beschließt Penner seine Verlautbarung. (25/9/2019)


Europäische Zentralbank: Geldentwertung und Bürgschaft für Staatsschulden

Frankfurt (sh) - Die Europäische Zentralbank EZB fördert die Inflation, indem sie ihre Bilanz erheblich ausweitet.

Nachdem im vergangenen Jahr die Entscheidung zur Ausweitung um rund 1 Billion auf etwa 3 Billionen Euro gefallen ist, stehen jetzt breit angelegte Staatsanleihe-Käufe bevor. Die Rede ist von einer Kaufsumme von mehr als 500 Milliarden Euro. So sollen Zinsen gesenkt werden.

Der 2012 als EZB-Chefvolkswirt zurückgetretene Jürgen Stark kritisiert daran, der Druck zur Sanierung von Staatsfinanzen werde auf die Weise verringert. Dies berichtet die FAZ in ihrer Ausgabe vom 15. Januar. In der Konsequenz verschieben Krisenländer laut Stark notwendige Reformen.

Der FAZ-Bericht dreht sich um die Einschätzung des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof, Pedro Cruz Villalón, zum OTM-Programm. Es verstoße grundsätzlich nicht gegen das Europarecht. OTM steht für Outright Monetary Transactions.

Laut Villalón ist OTM geeignet, eine Zinssenkung der Staatsanleihen der betroffenen Staaten zu erreichen. So könne dort finanzielle Normalität wieder hergestellt werden, heißt es in dem FAZ-Artikel.

Zu den Kritikern gehört der AfD-Europaabgeordnete Joachim Starbatty. Er moniert laut FAZ, dass Banken vom Generalanwalt die Auflage erhalten hätten, neue Staatsanleihen allein am Sekundärmarkt zu kaufen. Somit nicht bei den Finanzministern. Das sei jedoch ökonomisch irrelevant: Die Banken könnten die Anleihen nach einer Frist an die EZB weiterreichen und sich dafür bezahlen lassen, so Starbatty in dem FAZ-Bericht.

Es bleibe also bei einer Staatsfinanzierung. "Die EZB habe mit ihrer Ankündigung eines notfalls unbegrenzten Ankaufs von Euro-Krisenländern eine Bürgschaft für sämtliche Staatsschulden gegeben. Letztlich hafteten dafür die Steuerzahler", bringt die FAZ Starbattys Einschätzung auf den Punkt. 15/1/2015 

 


Direktzugänge aus dem Net: Besucher dieser Seite ab 16/1/2015

1662