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Verfolgte Christen 

Pakistan: Asia Bibi freigesprochen, aber nicht freigelassen

FRANKFURT AM MAIN / ISLAMABAD (sh) - Die pakistanische Christin Asia Bibi (51) ist Ende Oktober vom Obersten Gericht in Islamabad freigesprochen, von der Regierung aber nicht freigelassen worden. Die Katholikin war 2010 wegen angeblicher Blasphemie vom pakistanischen Scharia-Gericht zum Tode verurteilt worden. Die grünpopulistische Süddeutsche Zeitung meldete nach dem Freispruch, Asia Bibi habe in Italien um Asyl gebeten.

Der Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur idea, der skandalöse Deal mache Pakistans Rechtssystem zur Beute des islamistischen Mobs: auf Druck der muslimischen Partei TLP ist ein Revisionsantrag gegen den Freispruch zugelassen worden - ein Gericht soll nun über das Ausreiseverbot für Bibi verhandeln.

Der Mut der drei muslimischen Richter, die Bibi freigesprochen haben, hat den Missionsleiter der Hilfsaktion Märtyrerkirche, Manfred Müller, laut idea überrascht. Sie müssten wegen ihrer Gradlinigkeit nun fürchten, bei Racheakten ermordet zu werden.

Der Deutsche Bonifatiusorden hatte sich Anfang 2018 in einem persönlichen Schreiben an den Vorsitzenden Richter des Scharia-Gerichts, Sheikh Najam ul Hasan, für Asia Bibis Freiheit eingesetzt. (11/11/2018)


 

Asia Bibi

Auswärtiges Amt reagiert auf Bonifatius-Orden

Von Sabin H ö r e r, Berlin

Das Auswärtige Amt hat auf eine Anfrage und Bitte des Deutschen Bonifatius-Ordens reagiert.  Die Solidarkommunität freier Christen hatte sich an den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) gewandt und gebeten, sich für die Freiheit der pakistanischen Christin Asia Bibi einzusetzen.

 

Der Bonifatius-Orden schrieb an Gabriel: „Bitte holen Sie Asia Bibi und ihre Familie nach Deutschland und gewähren ihr Asyl. In Pakistan haben islamische Organisationen dazu aufgerufen, sie zu töten.


Darauf antwortete das Auswärtige Amt: „Nach den Regelungen des deutschen Asylgesetzes kann Asyl nur von Personen beantragt werden, die sich bereits in Deutschland aufhalten, da im deutschen Grundgesetz das Prinzip des sogenannten „territorialen Asyls“ festgelegt ist.“


Asia Bibi sitzt vor ihrer Berufungsverhandlung vor dem Federal Shariat Court of Pakistan in einem Frauengefängnis ein. Weil sie den Islam kritisiert hat, wird ihr Gotteslästerung vorgeworfen.


Der Bonifatius-Orden hakte in Berlin nach und fragte: „Sieht Außenminister Gabriel denn eine Möglichkeit, dass er sich beim Federal Shariat Court of Pakistan für die Freiheit von Asia Bibi einsetzt?“


Der Orden wünscht sich, dass Gabriel die Pakistanerin und ihre Familie nach Deutschland einlädt, damit sie dort Asyl erhält. Dies teilte der Bonifatius-Orden auf Anfrage mit. (sh 13/2/2018)


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