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Mobiltelefon- und Internet-Sucht

Cyberkrankheit nistet sich

in die Gene ein


FRANKFURT AM MAIN (sh) - Machen Mobiltelefone und Internet krank und süchtig? Mit dieser Frage beschäftigt sich FAZ-Redakteuer Stephan Finsterbusch in einem am 6. Juni 2018 aktualisierten Artikel bei faz.net.

Psychologen und Neurologen machen laut Finsterbusch schon lange darauf aufmerksam, dass Handys nicht nur harmlose technische Alleskönner seien. Vielmehr schafften sie auch Abhängigkeiten, die mit übermäßiger Alkohol-, Drogen- oder Spielsucht zu vergleichen seien.

In Teilen der Forschung werde das Smartphone bereits als Droge dargestellt. Das bedeute eine Gefahr vor allem für Jugendliche.

"Was passiert im Gehirn?" - fragt Finsterbusch mit Blick auf die Internetsucht. Nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung seien in Deutschland 270.000 junge Leute betroffen: sie gingen ins Netz und kämen dort einfach nicht wieder heraus. Das habe Folgen für Geist und Körper, erklärten Christian Montag und Martin Reuter, so faz.net.

Montag und Reuter sind Psychologen, die 2015 ein Buch mit dem Titel „Internet Addiction“ veröffentlichten. Finsterbusch: Sie schrieben in dem Buch, dass es mittlerweile eine „Nomophobie“ gebe – Ängste, die sich einstellten, wenn Nutzer eines sozialen Netzwerkes fürchteten, nicht mehr online zu sein.

„Digitale Medien haben uns fest im Griff." Mediziner und Psychologen sprächen von Internetsucht. Montag und Reuter hätten schon im Jahr 2012 Sucht-Spuren in den Genen von permanenten Internetnutzern entdeckt, eine Pionierarbeit.

Im Juli 2017 hätten Neurologen um Aviad Hadar von der Ben-Gurion Universität in Israel festgestellt, dass die intensive Nutzung eines Smartphones nicht nur das soziale Verhalten vieler Menschen ändere und ihre Fähigkeit wie Kopfrechnen verringern könne. Es sei auch in der Lage, die Erregbarkeit des sogenannten präfrontalen Kortex zu reduzieren.

Dieser Teil des Gehirns empfange sensorische Signale, wandele Gedächtnisinhalte in emotionale Bewertung um und sei wichtig für die Persönlichkeitsstruktur.

Kurz darauf sei der koreanische Neuroradiologe Hyung Suk Seo von der Korea University vor der Radiologischen Gesellschaft von Nordamerika aufgetreten. Dort habe er eine Studie vorgestellt, in der er mit schweren aber feinen Geräten in die Gehirne internetaffiner Menschen geblickt hätte.

Dort habe er gesehen, dass im Chemiehaushalt seiner Probanden einiges nicht stimme. Er sei vermehrt auf Substanzen gestoßen, die Depressionen, Angstzustände oder Süchte auslösten, Wahrnehmungen manipulieren und Gefühle beeinflussen könnten.

Kurz zuvor hätte Sean Parker, Gründungspräsident von Facebook, erklärt, die Macher der Netzwerke hätten alle gewusst, was sie taten, als sie ihre Geschäftsmodelle aus der Taufe hoben: gezielt hätten sie Schwächen der menschlichen Psyche genutzt. Sie hätten Abhängigkeiten schaffen wollen.

Justin Rosenstein, ein Facebook- und Google-Veteran, habe Internetdienste wie Snapchat mit Heroin verglichen.

Der einstige Google-Programmierer Tristan Harris habe festgestellt: „Gedanken kann man hacken. Unsere Entscheidungen sind nicht so frei, wie wir denken“, geht aus dem FAZ-Bericht hervor. (sh 10/6/18, geändert 12/6/18)


Bonifatius-Orden:

Ökumenisch und solidarisch

mit verfolgten Christen weltweit

Fulda (sh) - Der "Bonifatius-Orden" versteht sich als ökumenische solidarische Kommunität im Dienste verfolgter Christen weltweit. Er wurde 2017 gegründet.

Der freie Zusammenschluss freier Christen bezieht sich auf den heiligen Bonifatius (672 bis 754), der in Fulda begraben liegt.

Bonifatius brachte die christliche Botschaft nach Deutschland. Deshalb wird er als Apostel der Deutschen bezeichnet. Sein Leitwort lautete: "Das Wort Gottes währt in Ewigkeit - Verbum Domini manet in aeternum."

Der Bonifatius-Orden dringt über das Beten hinaus politisch auf Freiheit, Rechtsstaat, Menschenrechte und Tat-Sachen.

Eingehende Mittel kommen unbürokratisch der Lobby-Arbeit und nach Deutschland geflüchteten Christinnen und Christen zugute. Der Bonifatius-Orden ist nicht vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.


Politische Forderungen des Bonifatius-Ordens sind aus aus christlicher Sicht:


  • Deutschland soll primär verfolgten Christinnen und Christen Zufluchtsort sein und nicht Angehörigen von Verfolger-Ideologien.
  • Für Unversehrtheit und Schutz: Deutschland richtet separate Aufnahmestätten für christliche Flüchtlinge ein.
  • Deutschland weist ausländische Staatsangehörige aus, die gegen christliche Flüchtlinge und andere Menschen kriminell geworden sind.
  • Deutschland stattet verfolgte Christinnen und Christen weltweit mit einem deutschen Pass aus.
  • Deutschland setzt sich weltweit für staatsbürgerlichen Unterricht ein, der vermittelt, dass diplomatische Vertretungen völkerrechtlich ein absolutes Tabu darstellen und nicht im Geringsten angerührt werden dürfen.
  • Deutschland setzt sich als Vorreiter dafür ein, das Flüchtlingsrecht so zu überarbeiten, dass sich religiös und politisch Verfolgte vor Ort an die deutschen diplomatischen Vertretungen wenden können, um ihren Asylantrag zu stellen.
  • Deutschland betreten oder hier bleiben zu wollen, setzt dem Bonifatius-Orden zufolge voraus, totalitärer und faschistoider Ideologie abzuschwören. Das sollte ebenfalls für Angehörige solcher Ideologien gelten, die in den Öffentlichen Dienst wollen.
  • Die Evangelische Kirche in Deutschland EKD muss laut Bonifatius-Orden wieder evangelisiert werden. Dazu müssen der biblische Jesus Christus und das Apostolische Glaubensbekenntnis wieder in den Mittelpunkt der EKD rücken.  

Kontakt: Prior A. Zielke, BonifatiusOrden@gmail.com (26/1/2018)


Kommentar

Solidarität à la Deutschland

Von Sabin H ö r e r

Wie muss christliche Solidarität mit verfolgten Juden und Christen heutzutage gestaltet sein? Und wie muss Solidarität im Christlichen Abendland mit im Ausland an Leib und Seele Gefährdeten und Drangsalierten aussehen?

Die Rede ist von Gefährdeten und Gefolterten, die mit Blick aufs deutsche Grundgesetz als politisch verfolgte religiöse Personen besondere Aufmerksamkeit und Priorität verdienen.

Vor der Erfahrung, dass zum Beispiel die Schweiz Juden und anderen vom Nazi-Regime Verfolgten die Fluchttüren versperrt hatte, schufen die Väter des deutschen Grundgesetzes ein Grundrecht auf politisches Asyl. Mit politischen Asylberechtigten waren keine Kriegsflüchtlinge gemeint.

Die Deutschen sind beim Thema Asyl auch heute in ihrem Selbstverständnis gefragt. Ebenso die Christen und Juden in Deutschland.

Vor diesem Hintergrund zitieren wir aus einer Publikation von "Open Doors" aus dem Jahr 2015. Diese Organisation setzt sich weltweit für verfolgte Christen ein. Beispielsweise versorgt sie verfolgte Christen vor Ort mit Hilfsgütern, begleitet sie geistlich und liefert Literatur wie Bibeln.

In der Schrift von Open Doors wird ein junger Syrer zitiert. Er klagte gegenüber einem Open-Doors-Mitarbeiter, wie einsam und allein gelassen er sich fühle:  "Der Rest der Welt hat uns Christen in Syrien vergessen. Was machen eure Alliierten hier? Sie werfen Bomben auf uns ab. Aber was tut ihr für uns?"

Der Open-Doors-Mitarbeiter antwortete: "Wir beten."

Der Mitarbeiter fuhr laut Publikation fort: "Gerade letzten Sonntag haben wir das in meiner Gemeinde getan: für dich und für dein Land gebetet; für dein Volk."

In der Open-Doors-Publikation heißt es anschließend über den jungen Syrer: "Da fing er an zu weinen."

Open-Doors-Interpretation der Tränen: "Es hat ihn so berührt, dass wir ihn doch nicht vergessen haben."

Ein von einem Privatmann verfasster Brief 2015 an den Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode, hatte folgenden Gegenstand: Open Doors solle sich besser dafür einsetzen, dass Deutschland verfolgte Christen als Flüchtlinge nach Deutschland hole statt Angehörige von Ideologien ihrer Verfolger.

Der Brief blieb unbeantwortet.

Ebenfalls in jener Zeit besuchte Kanzlerin Angela Merkel Open Doors. Rode ließ sich gerne mit der Gallionsfigur deutscher Humanität und Intellektualität in einer Open-Doors-Zeitschrift abbilden.

Open Doors hat in einem Weltatlas dargestellt, welche Regimes welcher Ideologien vorrangig Christen unterdrücken, terrorisieren, enthaupten, kreuzigen lassen. Sollte sich die Kanzlerin und Vorsitzende der Partei mit dem hohen C angesichts solcher Kenntnis nicht besinnen und versuchen, unter neuen Prämissen ihrer C-Motivation Punkte für eine Zukunft im Himmel zu sammeln?

Das Gebot der Stunde ist ein Appell an die Vernunft und lautet, verfolgte Christen und Juden in Deutschland aufzunehmen und nicht Angehörige faschistoider Ideologien sowie ihre Mitläufer und Helfershelfer. (25.7.2017)

 

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